
Vor 40 Jahren gingen Schwule und Lesben zum ersten Mal auf die Straße, um für Ihre Rechte zu demonstrieren.
Am 29.7. 2009 feiert perspektive dieses Jubiläum mit der Nürnberger Erstaufführung der preisgekrönten israelischen Dokumentation Jerusalem is Proud to Present.
"Nitzan Gilady zeichnet die Vorbereitungen des World Pride 2006 in Jerusalem nach, dessen zentraler Gay-Pride-Marsch erst wegen des Libanonkriegs verlegt und später wegen massiver Proteste in eine Kompromissveranstaltung umgewandelt werden musste. Der Film stellt das Engagement der Pride-Aktivisten gegen den blanken Hass der religiösen Führer von Juden, Moslems und Christen und die arrogante Missachtung durch die Politik. Aufgebaut ist JERUSALEM IS PROUD TO PRESENT wie ein Thriller, der unweigerlich auf einen Höhepunkt, den Pride-Marsch, zurast. Die Nähe zu den Protagonist/innen auf beiden Seiten und der suggestive Einsatz von Musik erinnern an ein Doku-Drama. Gilady eilt hin und her, lässt religiöse Führer Todesdrohungen ausstoßen und polemisieren ('This is the Holy Land, not the Homo Land'). Er erzählt vom Shushan-Nachtclub, einer Oase, in der Religion keine Rolle spielt; und von mutigen Menschen wie dem schwulen Politiker Sa’ar – dank eines Hetzflugblattes mit seinem Konterfei einer der meistgehassten Männer von ganz Jerusalem. Geschickt wird so der mitreißende Strudel der Ausnahmesituation 'World Pride' mit persönlichen Dramen verknüpft." (Lesbisch-schwule Filmtage Hamburg)
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Filmhaus Nürnberg und dem Förderverein „Christopher-Street-Day“ Nürnberg e.V.
Mi., 29.7. um 19.30 Uhr, Filmhauskino, Königstr. 93, 90402 Nürnberg
Der Film läuft in der hebräisch-arabischen Originalfassung mit engl. Untertiteln.
Kartentelefon: 0911-231-7340
so präsentiert sich perspektive, das älteste und bedeutendste Menschenrechtsfilmfestival Deutschlands. Rund 70 herausragende Dokumentar-, Spiel-, und Animationsfilmen aus aller Welt werfen einen kritischen Blick auf die Menschenrechtssituation weltweit – vom Kaukasus über Darfur bis nach Deutschland.
Dabei steht die Kraft und der Mut derjenigen im Mittelpunkt, die sich auch unter widrigen Umständen einmischen, die ihre Stimme erheben und Wege aus der Ungerechtigkeit suchen. Ein filmisches Fest für Menschenrechte, also.
Die Themen des Festivals sind so vielschichtig und umfangreich wie die der Menschenrechte. perspektive befasst sich in diesem Jahr u.a. mit dem Konflikt im Nahen Osten, mit Immigration, Bürgerkrieg und Besatzung, Armut, den ökologischen und ökonomischen Folgen der Globalisierung und dem Thema Nationalsozialismus.
Darüber hinaus zeigt perspektive zu Ehren des diesjährigen Menschenrechtspreisträgers Abdolfattah Soltani einen filmischen Schwerpunkt zum Thema Iran.
Veranstaltungsorte sind Filmhaus und Tafelhalle im KunstKulturQuartier sowie das CineCittà. Das Festival wird ergänzt durch zahlreiche Diskussionen, Vorträge, Konzerte und internationale Gäste. Parallel sind außerdem die Ausstellungen „Letizia Battaglia: Fotografien von 1976 bis 2009: Gegen die Mafia“ des KOMM-Bildungsbereichs und „El Dorado“ der Kunsthalle Nürnberg zu sehen.
Programmdetails erfahren Sie hier Anfang September.
perspektive sucht sowohl reguläre Praktikanten und Praktikantinnen als auch Helfer, die während des Festivals bestimmte Dienste übernehmen können. Nähere Infos dazu gibt es hier.